Liebe Leserinnen und Leser,
am 20. April 2024 ist es wieder soweit: Das nächste Halving steht vor der Tür. Doch um was geht es bei diesem Event, auf das die Bitcoin-Community bereits seit Monaten hinfiebert? Warum gibt es das Halving überhaupt und was könnte es diesmal für den Bitcoin-Kurs bedeuten?
Letzte Woche haben wir dieses Phänomen schon einmal angesprochen, möchten uns heute allerdings noch einmal ausführlicher mit einem der bedeutendsten Ereignisse in der Welt der Kryptowährungen befassen.
Mehr zum Halving und zu Bitcoin allgemein gibt’s in meinem Buch oder auf friedrich.report.
Und nun viel Spaß beim Lesen!
Herzlichst,

Inhalt
Chart der Woche
Was ist das Bitcoin Halving?
Auswirkungen auf den Preis
Halving-Philosophie
Tweet der Woche
Chart der Woche

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland erneut gesenkt. Für das laufende Jahr rechnet der IWF nur noch mit einem Wachstum von 0,2 Prozent. Eine Bankrotterklärung für die Ampel. Dazu passend auch mein Videobeitrag.
Was ist das Bitcoin Halving?
Zunächst einmal das Wesentliche: Das Bitcoin Halving ist ein eingebautes Ereignis im Bitcoin-Protokoll, das etwa alle vier Jahre stattfindet. Bei diesem Ereignis wird die Belohnung, die Bitcoin-Minern für das Hinzufügen neuer Blöcke zur Blockchain erhalten, halbiert. Dies geschieht, um die Inflation von Bitcoin zu kontrollieren und das Angebot zu begrenzen.
Die Halbierung der Belohnung führt dazu, dass weniger neue Bitcoin in Umlauf gebracht werden, was zu einem langsameren Wachstum der Bitcoin-Menge führt. Im Detail bedeutet das Halving, dass die Belohnung für die Miner von derzeit 6,25 Bitcoin auf 3,125 Bitcoin halbiertwird. Dies geschieht alle 210.000 Blöcke, was etwa alle vier Jahre der Fall ist. Aktuell werden jeden Tag etwa 900 Bitcoin geschürft. Nach dem Halving wird diese Zahl auf 450 Bitcoin pro Tag sinken.
Das Halving hat auch Auswirkungen für die Anleger und den Bitcoin-Preis. Historisch gesehen hat das Halving zu einem Anstieg des Bitcoin-Preises geführt, da die Knappheit der Kryptowährung verstärkt wird und somit der Preis dementsprechend steigt – so die Theorie. Andere schreiben dem Halving weniger Bedeutung zu und argumentieren, dass der Bitcoin-Kurs vor allem durch die Geldmengenliquidität im Geldsystem getrieben wird.
Auswirkungen auf den Preis?
Am letzten Wochenende sahen wir erste Panikverkäufe aufgrund des Angriffs von Iran auf Israel. Die Lage hatte sich bald schon wieder weitestgehend stabilisiert und am Donnerstag konnte der Bitcoin bereits wieder ein fettes Kursplus verzeichnen.
Beim Blick in den Rückspiegel wird deutlich, dass es rund um das Halving immer volatil wird. Das veranschaulicht der folgende Chart. Dieser zeigt die Kursbewegung von Bitcoin vor, während und nach den letzten drei Halvings. Der Chart impliziert, dass die Entwicklung nach dem Halving bislang immer positiv für Bitcoin war. Warum sollte es diesmal anders sein? Natürlich sollte jedem aber auch bewusst sein, dass sich die Vergangenheit nie 1:1 wiederholt – aber oftmals reimt sie sich.

Halving-Philosophie
Die Grundidee hinter dem Halving ist es, das Angebot an neuen Bitcoins zu reduzieren und dadurch die Knappheit zu erhöhen. Diese Knappheit soll langfristig den Wert von Bitcoin steigern und es zu einem attraktiven Wertspeicher machen. Die Philosophie, die hinter dem Bitcoin-Halving steht, lässt sich also in folgenden Punkten zusammenfassen:
- Deflationäre Währung
- Langfristiger Wertspeicher
- Dezentralisierung und Unabhängigkeit
- Anreiz für Miner effizienter zu werden
Insgesamt zeigt das Bitcoin-Halving die langfristige Orientierung und die deflationäre Philosophie von Bitcoin. Es unterstreicht die Idee, dass Bitcoin nicht nur eine digitale Währung ist, sondern auch ein revolutionäres Finanzinstrument, das darauf abzielt, die Grundlagen des traditionellen Finanzsystems zum Besseren zu verändern.
Aus diesem Grund ist der Bitcoin auch “Die Größte Revolution Aller Zeiten”.
Tweet der Woche

Wenn Jerome Powell nicht gerade darüber entscheidet, wie viel der Dollar heute Wert ist, sieht man ihn gern mal auf Rap-Konzerten. Eine Karriere nach seiner Zeit bei der Federal Reserve steht somit schon einmal fest.
Hinweis: Natürlich ist das Video im Tweet mittels Künstlicher Intelligenz generiert worden. Genau wie das Titelbild dieses Newsletters.