Der US-Arbeitsmarkt donnert durch die Decke

China senkt die Zinsen und flutet die Märkte mit Geld. Was bedeutet das für Bitcoin, Gold und Aktien?

Titelbild des Blogposts

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

diese Woche werfen wir einen Blick auf den robusten Arbeitsmarkt  in den USA, der die Aktienmärkte beflügelt und der Fed im Grunde genommen signalisiert, dass sie eigentlich die Zinsen anheben müsste, statt sie zu senken.

Gleichzeitig sehen wir wieder mehr Lohndruck und geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die möglicherweise wieder den Ölpreis befeuern könnten.

Doch die Marktteilnehmer scheinen aktuell Wachstum eine höhere Bedeutung zuzuschreiben, als weiteren Zinssenkungen. Alles zu den aktuellen Entwicklungen im heutigen Newsletter.

Viel Spaß beim Lesen!

Herzlichst,
Marc Friedrich

Inhalt

Chart der Woche

Robuster U.S.-Arbeitsmarkt

50 Basispunkte vom Tisch

Ölpreis zieht an

Tweet der Woche


Chart der Woche

Unser Chart der Woche kommt von Bravos Research. Hier heißt es: „Die Staatsverschuldung ist größer als die gesamte US-Wirtschaft. 2012 übertrafen die Schulden zum ersten Mal das BIP. Seitdem gibt es kein zurück mehr.“

Robuster U.S.-Arbeitsmarkt


Der US-amerikanische Arbeitsmarkt zeigt sich im September überraschend stark. Laut einer ersten Schätzung des US-Arbeitsministeriums wurden 255.000 neue Stellen geschaffen – fast doppelt so viele, wie Analysten erwartet hatten.

Auch die Zahlen für Juli und August wurden nach oben korrigiert, was zeigt, dass die Wirtschaft weiterhin robust ist. Die Arbeitslosenquote sank von 4,2 % auf 4,1 %. Der Arbeitsmarkt zeigt sich also weiterhin stark und und auch der Lohndruck nimmt wieder zu. Die Löhne stiegen um 0,4 % im Vergleich zum Vormonat.


Diese positiven Nachrichten ließen die US-Aktienmärkte zu Beginn des Handelstags steigen: Der S&P 500 legte um 0,7 % zu, der technologielastige Nasdaq sogar um 1,2 %. Die USA bleiben der verlässliche Motor der Weltwirtschaft, während Europa und China weiter schwächeln. Die starke Kursreaktion an der Wall Street unterstreicht, dass die Marktteilnehmer Wirtschaftswachstum gerade lieber sehen, als Zinssenkungen.

50 Basispunkte vom Tisch

Wir sehen also nicht nur eine festere Wirtschaft, sondern wir sehen auch wieder ein bisschen mehr Inflationsdruck. Dies führt uns zum eigentlichen Knackpunkt: Die nächste Zinssenkung.

Laut dem Fed-Watch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit aktuell bei fast 90 Prozent, dass die Fed beim nächsten Mal die Zinsen nur um 25 Basispunkte (0,25 %) senken wird und nicht um 50 Basispunkte, wie ursprünglich angenommen wurde.

Die große Frage, die man sich angesichts der neuesten Zahlen stellen muss lautet: Warum hat Jerome Powell beim letzten Meeting der Notenbank die Zinsen um gleich 50 Basispunkte gesenkt, wenn der Arbeitsmarkt derart stark ist und die Wirtschaft augenscheinlich an Stärke gewinnt? Also eigentlich müsste die Notenbank bei diesen Zahlen die Zinsen anheben.

Ölpreis zieht an


Die Spannungen in Nahost haben auch dem Ölpreis wieder etwas Aufwind gegeben. Spekulationen über einen israelischen Angriff auf iranische Ölanlagen könnten das Angebot stark beeinträchtigen und die Preise weiter in die Höhe treiben, insbesondere wenn die Spannungen weiter eskalieren.

Wie man sich hier am besten positionieren kann, um davon zu profitieren, das erfährst du exklusiv in unseren Analysen im Friedrich Report.

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Tweet der Woche


El Salvador befindet sich momentan in Verhandlungen mit dem IWF über ein neues Finanzierungsprogramm. Allerdings scheint es aufgrund der Rolle von Bitcoin noch Schwierigkeiten zu geben, eine Einigung zu erzielen.

"Was die Details zu Bitcoin betrifft, so haben wir empfohlen, den Anwendungsbereich des Bitcoin-Gesetzes einzuschränken (...) und das Engagement des öffentlichen Sektors in Bitcoin zu begrenzen", so der IWF (siehe Tweet).

Hinweis: Das Titelbild wurde mit Midjourney erstellt.

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