Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es ist das Makro-Event des Jahres. Der japanische Yen hatte massiv abgewertet und die Bank of Japan (BoJ) musste intervenieren, um dies abzufangen. Wer mehr über die Hintergründe erfahren möchte, sollte dazu unbedingt mein letztes Video anschauen. Hier geht’s zum Beitrag.
Und auch in den USA ist die Lage angespannt. Fed-Chef Powell sieht die Zinsen auf längere Zeit hoch und hat bislang keinen Anlass, dies zu ändern. So unterlag der S&P 500 einer volatilen Achterbahnfahrt beim FOMC-Meeting am Mittwoch Abend.
Währenddessen sorgten die Bitcoin- und Ethereum ETFs in Hongkong nicht für die erhoffte Liquidität und der Kurs gab ebenso nach, sodass wir uns auf einem signifikanten Niveau bewegen, bevor es eventuelle weiter Richtung Süden gehen könnte.
Gold korrigierte ebenso leicht aber formatiert eininteressantes Muster und Big Tech sieht von allen Branchen mit Abstand den meisten Liquiditätszuwachs.
Herzlichst,

Inhalt
Chart der Woche
Zinsen bleiben hoch
Bitcoin: Hongkong ETF enttäuschen
Yen wertet ab
Gold
Tweet der Woche
Chart der Woche

Betrachtet man sich die asymmetrische Kapitalverteilung, bekommt man einen guten Eindruck davon, dass die derzeitige Earnings-Season ausschlaggebend für die Märkte ist, wenn es vor allem um Big Tech geht.
Diese Grafik veranschaulicht diesen Sachverhalt sehr deutlich. Allgemein lässt sich sagen, dass Technologie, Telekommunikation und die Industrie die derzeit einzigen Sektoren sind, die Kapitalzuflüsse verzeichnen können.
Zinsen bleiben hoch
Die Erwartungen der Zinssenkungen haben sich wieder einmal nach hinten verschoben, so erwartet die Commerzbank die erste Zinssenkung mittlerweile im Dezember 2024.

Laut Powell „gab es in den letzten Monaten einen Mangel an Fortschritt, was unser Inflationsziel betrifft“.
Andererseits betreibt die FED ab sofort eine weitere Form, ihre quantitative Straffung weiter zu verlangsamen, indem sie ihre Bilanzsumme weniger schnell reduzieren wird.
Weiterhin betonte er, dass man derzeit „noch nicht von einer Stagflation sprechen könne, wenn die Wirtschaft noch ein derartiges Wachstum verzeichnet“. Welchen Beweis er noch dafür benötigt, steht dementsprechend in den Sternen.
Das hat keiner auf dem Schirm
Bitcoin: Hongkong ETF enttäuschen
Auch Bitcoin musste einen herben Schlag hinnehmen. Die ETFs sind erfolgreich in Hongkong gestartet, jedoch blieb die erhoffte Liquidität aus und es entwickelte ich zu einem Sell the News Event. Nun kämpfen wir um die 57.000 US-Dollar-Marke und visieren Preise um die 52.000 US- Dollar Marke an.

Auch die amerikanischen ETFs verzeichnen Abflüsse, was für eine gesunde Korrektur spricht, in Anbetracht der fiskalpolitischen Spannungen.
Yen wertet ab
Kommen wir zum Titelthema dieses Newsletters. Der japanische Yen hat eine beträchtliche Achterbahnfahrt hinter sich. Nachdem die japanische Notenbank zuletzt angekündigt hatte, die Zinsen nicht weiter anzuheben, wertete der Yen gegenüber dem Dollar stark ab.
Die neuesten Entwicklungen in Japan machen nicht nur deutlich, welche weitreichenden Konsequenzen das Fiatgeldsystem nach sich ziehen kann, sondern ebenso, dass Anhänger der Modern Monetary Theorie in der Realität keinen Zuspruch finden können.

Der japanische Yen ist seit Wochen schwach, nun hat er seinen Abwärtstrend noch beschleunigt.
Die Währung stürzte zuletzt auf den tiefsten Stand seit 1990. Mit anderen Worten, der Umrechnungskurs für einen US-Dollar ist von 130 Yen auf 160 Yen gestiegen, eine massive Veränderung für eine der wichtigsten Währungen der Welt.
Am 01.05.2024 fasste die japanische Zentralbank sodann den Entschluss, zu intervenieren. Angesichts dessen, dass die Londoner Börse an diesem Tag geschlossen war, könnte das ein strategisch guter Moment gewesen sein, da London der wichtigste Handelsplatz für Devisen ist. Somit blieb das Volumen aus.
Gold
Gold befindet sich seit ein paar Tagen ebenso in einem korrektiven Abwärtstrend und formt ein falling Wedge, welches einen potentiellen Ausbruch nach oben bieten könnte. Sowohl die fiskalpolitische- als auch die geopolitische Lage könnte sich weiter zuspitzen, wobei einige Szenarien eine weitere Liquiditätsflut andeuten und die Märkte weiter stützen könnten.

Tweet der Woche

Rücksetzer bei Bitcoin sind normal und in jedem Bullenzyklus hat es in der Vergangenheit immer wieder mehrere Rücksetzer von 20, 30 oder 40 Prozent gegeben. Von daher keine Panik und auf die Lauer legen zum Nachkaufen.
Hinweis: Das Titelbild wurde mit Midjourney erstellt.