Boeing oder Boring?

Nach der Euphorie zu Jahresbeginn bewegt sich Bitcoin seit Wochen in einer breiten Range, während der US-Dollar an Stärke gewinnt, was negative Auswirkungen auf Risikoassets wie Bitcoin und Aktien haben könnte – ein weiteres Absinken des Bitcoin-Kurses wäre möglich.

Titelbild des Blogposts

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nach der Euphorie rund um Bitcoin, die wir seit Jahresstart gesehen haben, ist es erstaunlich ruhig geworden und der König der Kryptowährungen bewegt sich seit Wochen in einer breiten Range.

Mehrere Anläufe auf das Allzeithoch sind bislang gescheitert und währenddessen gewinnt der US-Dollar immer mehr an Stärke, was wiederum eher negativ für Risikoassets wie Aktien aber auch Bitcoin zu werten ist.  

Der US-Dollar wird unter Finanzexperten gerne mit einer Abrissbirne verglichen. Sollte dieser weiter an Stärke gewinnen, so könnte es durchaus noch einmal eine Etage tiefer für Bitcoin gehen.

Daher rührt auch der Titel für unseren heutigen Newsletter. Das Szenario “Boeing” würde stellvertretend “Absturz” bedeuten. Das Szenario “Boring” hingegen ein langweiliges hin und her.

Ich hoffe Sie haben genauso viel Freude beim Lesen wie ich bei der Titelauswahl.

Herzlichst,

Inhalt

Chart der Woche

Bitcoin: Mögliche Szenarien

Trump & Winklevoss

Comeback der 70er?

Yen auf Talfahrt

Tweet der Woche

Für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen

Jeder Bitcoin-Besitzer kennt das Problem. Wo verwahrt man am besten die 24 Wörter für die eigene Hardware-Wallet?

  • Digital? Viel zu unsicher!
  • Auf Papier? Schon besser, aber Papier brennt sehr leicht und man hat auch schnell mal einen Kaffee darüber verschüttet.

Chart der Woche

Die Erwartungen der US-Haushalte hinsichtlich des realen Einkommenswachstums sind auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Dies ist der stärkste Rückgang seit mindestens sechs Jahrzehnten und sogar steiler als während der Finanzkrise 2008.

Bitcoin: Mögliche Szenarien

Wir leben in turbulenten Zeiten und ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, dass die Gemengelage an den globalen Finanzmärkten noch nie so komplex war wie heute. Daher muss man seine Einschätzung zu möglichen Szenarien fast tagtäglich anpassen und keine Prognose ist in dieser Zeit somit in Stein gemeißelt.

Viele Anleger verlieren derzeit die Geduld bei Bitcoin. Nun trennt sich langsam die Spreu vom Weizen, aber die Geduldigen werden am Ende (fast) immer belohnt.

Historisch kann man beobachten, dass die „Boring Zone“ meist nach dem Halving folgt, bevor es in die sogenannte “Banana Zone” (ein Ausdruck des Makroanalysten Raoul Pal) geht, in welcher die Investitionen Früchte tragen.

Bei Boeing sieht es in letzter Zeit nicht rosig aus, was auch die Managerebene betrifft. Bei Bitcoin könnte es daher im besten Fall Boring (also langweilig) werden und im schlimmsten Fall macht er eben einen auf Boeing und wir bewegen uns noch einmal in Richtung 50.000 USD, wenn nicht sogar 45.000 USD.

Trump & Winklevoss

„Ich habe gerade 1 Million Dollar in Bitcoin (15,47 BTC) an Donald Trump gespendet und werde im November für ihn stimmen.“ so der Bitcoin-Investor und Unternehmer Tyler Winklevoss.

Als Begründung nennt er den offen erklärten Krieg der Biden Administration gegen Bitcoin und Krypto und sieht in Bitcoin als unabdingbar für eine starke Wirtschaft der USA.

Auch andere Tech-Unternehmer und Venture-Capital-Geber in den USA bekennen sich immer mehr pro Trump und gegen Biden.

Die Winklevoss-Zwillinge sind Gründer der Kryptobörse Gemini und erlangten erstmals öffentliche Bekanntheit durch einen viel beachteten Rechtsstreit mit Mark Zuckerberg, dem derzeitigen CEO der Meta Group (früher Facebook).

Comeback der 70er?

Sehen wir bald die erwartete zweite Welle der Inflation?

Hier in rot der Inflationsverlauf der 70er Jahre und in blau der derzeitige Verlauf von 2017-2024. Die Ähnlichkeit ist verblüffend, nicht wahr?

Also wahrscheinlich doch higher for longer bei den Zinsen und der Drucker läuft auf Hochtouren.

Yen auf Talfahrt

Die Abwertung des japanischen Yen geht weiter. Wir haben nun Niveaus erreicht, welche wir zuletzt im April 1990 gesehen haben. Beobachtet man die Situation auf den Devisenmärkten, ist derzeit der US-Dollar stärker denn je, weshalb der Yen umso mehr an Wert verliert.

Ein schwacher Yen bedeutet aber gleichzeitig auch, dass der Druck auf China größer wird, da die japanischen Exporte wettbewerbsfähiger werden. Solange die USA die Zinsen also aktuell auf dem Niveau beibehalten steckt China (und auch Europa) in Schwierigkeiten.

Tweet der Woche

Die globale Staatsverschuldung geht weiterhin durch die Decke. Corona sorgte nochmal für einen Anlass zum Geld drucken aber ein Ende ist derzeit nicht in Sicht, was die aktuelle Kriegsrhetorik ebenso bekräftigt.

Die globale Verschuldung ist damit 173Mal höher als die aktuelle Marktkapitalisierung von Bitcoin.

Hinweis: Das Titelbild wurde mit Midjourney erstellt.

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